reflections

Ich fotografiere gerne und viel und, wie ich finde, für einen just for fun Fotografen gar nicht schlecht. Darum habe ich jetzt beschlossen einige meiner Lieblingsfotos hier zu zeigen. Vielleicht gefallen sie ja hier dem einen oder anderen auch.

1 Kommentar 26.10.08 15:48, kommentieren

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Kampf den Kilos oder der ganz alltägliche Wahnsinn

Wo fang ich da am besten an? Vielleicht da, wo auch die Kilos angefangen haben, sich auf meinen Hüften häuslich nieder zu lassen. Oder nein, besser fang ich bei mir selbst an. Ich bin weiblich, im besten Alter (was auch immer das sein mag), gerade unter Modellänge, aber lang genug, um nicht als abgebrochener Riese durch die Gegend laufen zu müssen und verfügte heute Morgen über ein Kampfgewicht von 84kg. Ja, too much, weiss ich, deshalb will ich daran ja auch was ändern. Und dazu gehört eben auch eine Analyse dessen, wie es überhaupt dazu kommen konnte. Ich denke, die Modeindustrie hat ihren Teil dazu beigetragen. Ich trage seit 20 Jahren Größe 42. Und nein, heute schneiden mir die Hosen nicht ins Fleisch (doch tun sie wohl aber nur im Rahmen des erkannten Übergewichtes und nicht, weil sie eh viel zu klein gekauft worden sind - nur ein paar aber dazu später, das sind die "da pass ich bald rein, weil ich nehm ja ab Hosen" aber das ist eine ganz andere Kategorie). Irgendwie haben die Größen sich verändert. Feldstudien im übervollen Kleiderschrank, in dem sich trotz akuten Platzmangels nichts anzuziehen befindet, nur mit Schuhen bekleidet geht schliesslich schlecht  .  Wo war ich, bei den durchgeführten empirischen Feldstudien, also, ein Rock Gr. 42 ist heute circa 6cm kleiner (nicht kürzer), als ein Rock Gr. 42 von vor 10 Jahren. Wenn ich also immer die gleiche Größe gekauft habe, dann konnte mir gar nicht auffallen, dasss ich in die Breite wachse . Genau daran wirds gelegen haben. Die schreckliche Wahrheit war zwar immer schon auf Fotos zu sehen aber da dachte ich dann immer, tja, du bist halt unfotogen und die sprichtwörtlichen 5 Kilo für die Kamera sieht man bei dir halt besser als bei anderen. Nee, ehrlich, hab ich mir selbst auch noch geglaubt. Bis ich irgendwann mal einen Rock von damals tragen wollte. Ja, schöne Sche........ konntesse glatt vergessen. Da fehlten die genannten 6cm und noch ein paar mehr. Also, ab zur Diät. Jawoll. Ausprobiert habe ich so ziemlich alles. Zwischendurch hats sogar mal kurzfristig geholfen. So zwischen dem letzen eingestandenen Freund und dem heutigen Ehemann. Da hatte ich doch glatt 15kg abgenommen. Dünn war ich!!!! So dünn wie nie. Leider nicht lange.

Ab hier hat dann der Verlauf der Gewichtskurve auch eine drastische Veränderung erfahren. Vor meiner Hochzeit wog ich knappe 65kg, doch ja, ganz ehrlich ungelogen. Das gabs mal, lang, lang ists her. Danach, was danach passiert ist, das versuche ich gerade zu rekonstruieren. Kind 1, Kind 2 und viel soziales Umfeld - so könnte die Kurzfassung heissen. Damit ist dann auch alles gesagt. Selbst kochen, musste ich erst noch lernen, also nach Rezept, lecker wars immer, nur leider auch (fast) immer mit guter Butter, Sahne, Creme fraiche, Sauerrahm und dergleichen mehr. Dazu lecker Weinchen...... Bei Freunden, die Partyform veränderte sich mit rasanten Schritten. Erst ausgiebig aperitiven, nicht nur Bubbelwasser sondern auch Appetizer ohne Ende, wer sagt schon nein, wir wollen doch die Gastgeberin nicht beleidigen. Danach dann essen bis zum Abwinken und dazu auch Wein. Weiß,Rot, Pousse Café, klar doch, wir machen mit. Andere Länder andere Sitten. Bitte gerne, wir wollen uns doch anpassen. Das mit dem Anpassen ist großartig gelungen! Was noch, wo wir gerade bei der Ursachenforschung sind? Tätä, kein Sport mehr. Wo ich früher den ganzen Tag in Bewegung war, war urplötzlich nur noch Bildschirm und Tastatur angesagt. Abends dann auch null Bock auf nichts mehr gehabt und außerdem musste das Abendessen auch noch gekocht werden. Mit Kochweinchen und lecker Zutaten, leider nicht immer ganz so kalorienarm, wie sie vielleicht hätten sein sollen. Das hat sich aber seit ein paar Jahren wieder geändert. Schlemmerei ist nur noch die Ausnahme. Auch der Alkoholkonsum hat sich drastisch reduziert. Wie gesagt, Fotos lügen nicht und ich bin ja der Küchenchef und habe das Zepter in der Hand. Leider hat es sich mit meiner Willensstärke ausgestärkt als ich das Rauchen aufgegeben habe. Das hat mich nicht nur 8 zusätzliche Kilo auf den eh schon recht ausladenden Hüften gekostet, sondern wohl auch den letzten Rest Selbstdisziplin. Selbige versuche ich momentan wieder zu erlangen, was leider nicht ganz einfach ist. Das Geist ist willig doch das Fleisch ist schwach und seit es Schokolade mit Lavendelgeschmack gibt, sind die Verlockungen noch zahlreicher geworden.Außerdem neige ich dazu, mich selbst zu boykottieren. So nach dem Motto, ich steige morgens auf die Waage, stelle entzückt fest, dass mich ein paar hundert Gramm verlasssen haben und habe dann nichts besseres im Kopf, als so sobald als möglich überflüssige Kalorien meinem System zuzufügen. . Dummheit gehört bestraft und wird sie ja auch regelmäßig. Idem dito mit Feiern, neeeeeee, heute trink ich absooooooolut nichts, aber auch rein gar nichts. Um dann hinterher feststellen zu müssen, dass ein Taxi wohl das angebrachte Transportmittel in den heimatlichen Hafen ist und am nächsten Tag mit Mega-Kopfschermzen aufzuwachen. Das gehört, das sei zu meiner Ehrenrettung gesagt, nicht viel zu. 2 - 3 Glas Wein sind genug und ich spreche hier nicht über bis zum Rand, möglichst noch mit Berg gefüllte Humpen ala 9 1/2 Wochen. Nein, ich spreche von etwas größeren aber sich durchaus noch im Rahmen befindenden Weingläsern. Diese Mickerdinger, die einem manchmal noch vorgesetzt werden sind nicht berücksichtigt, die gibts in diesem Land glaub ich auch gar nicht. Was gedenke ich jetzt also an diesem meinem, sich auf den Hüften befindendem Problem zu tun? Es zu beseitigen. Aus zuverlässiger Freundinnenquelle wurde mir schliesslicht berichtet, dass ab dem Einsetzen der Menopause an einen Gewichtsverlust gar nicht mehr zu denken ist. Und wenn, dann nur unter fürchterlichen Entbehrungen und ich wollte mich weder zu aketischer Lebensweise bekehren noch eine Zeit ins Kloster gehen (bis der Speck geschmolzen ist). Nein, dann lieber jetzt dran arbeiten und hoffen so auch zu einer, gewichtstechnisch gesehen, gesünderen Ernährung oder besser gleich Lebensweise zu gelangen. Denn, die Schinderei in der Muckibuder der Wahl wird sich ja wohl nicht vollkommen umgehen lassen.

Erwähnte ich bereits, dass mir sportliche Betätigungen wie z.B. joggen ein fürchterlicher Greul sind. Um eben dies zu umgehen, Stichwort Menopause, fang ich ja jetzt ganz konsequent mit dem Abnehmen an. Was gedenke ich also zu tun? Ich gedenke mich, doch ja, sportlich zu betätigen. Yoga ist ja wohl auch Sport und damit werde ich beginnen. WII sei dank muss ich dafür ja nicht mehr in einen Gruppenkurs und mich vor vollbeweglichen und schlanken und bereits sehr esoterisch angehauchten (meine Nachbarin gibt Yogastunden und ich würd eher Gras verspeisen als dahin zu gehen) zum Affen machen. Das geht jetzt im heimischen *Fitness-Raum*. Wir werden eine Wellness-Oase kreieren, die zum Verweilen einlädt und zur körperlichen Betätigung animiert  Der Speisenplan wird angepasst. Bis mittags (12.00 Uhr, nur zur allgemeinen Verdeutlichung) gibt es verdünnten Fruchtsaft, manchmal selbstgepresst, Eigenkreationen warten darauf entdeckt zu werden! Zum Mittagessen selbstgekochte Suppe, nach Rezpten der WW, gut, dass ich da mal Mitglied gewesen bin. Nicht lange, der Gruppenzwang, nee, Zwang wars nicht, ging mir auf den Zeiger. Wow, 500 Gramm abgenommen, kommt, wir klatschen da mal ganz feste in die Hände, was für eine Leistung. Kam mir vor, wie im Kindergarten, einmal die Woche 9€, nee, war nix für mich. Das money wandert jetzt in eine Spardose und wird bei 5 abgenommenen Kilos für was Schönes verwendet. Weiss noch nicht was, fang ja erst wieder mit dem Abnehmen an! Abendessen normal, da muss ich ja auch für die Kids und den mich trotz der Zusatzkilos liebenden und treusorgenden Ehemann bekochen. Sahne, Soßen und gute Butter sind ja schon lange abgeschafft. Es gibt aber weniger Fleisch, mehr Fisch, kleinere Fleisch- und Fischportionen und mehr Salat und Gemüse. Damit sollte es klappen. Alkoholhahn wird fast ganz abgedreht. Hey, nicht übertreiben. Der Inhalt des Weinkellers soll schliesslich nicht versteigert werden. Den trinken wir schon noch selbst.

Tag 3, Donnerstag

Zum Frühstück brav den Saft getrunken. Gestern selber gemacht. Nektarine, Apfelsinen, Banane, Kiwi, Ananas und 1 Birne. Leckers wars. Und auch recht sättigend. - Und nach dem Champus gestern auch dringend notwendig. Au wei, einen derartigen Kopfschmerz hab ich danach noch nie gehabt. Dabei war die mir zugeführte Menge noch durchaus zu vertreten.

Mittagessen wird Spinatsuppe. Der Spinat von gestern ist recht dünnflüssig ausgefallen, der kann also pirma als Suppe konsumiert werden.

Abendessen weiss ich noch nicht - vielleicht gar nichts, so zum Kalorienausgleich.

Zu gestern, man traf sich also in trauter Runde, zur Champagnerverkostung. Nein, wir haben getrunken, nicht gespuckt - da sind wir eigen Und Gefangene wurden auch nicht gemacht, Flaschen gehören geleert. Gut, die Runde war dementsprechend bemessen, schliesslich war Mittwoch und wir alle gehören zur Riege der (mehr oder weniger) arbeitenden Bevölkerung. Hingebungsvoll haben wir die aufteigenden Bubbels, das Perlvermögen des Göttertrankes beobachtet. Sachkundigen Kommentar abgelassen und wie selbstverständlich Blanc de Blanc und Blanc de Pinot Noir unterscheiden können Das Glas geleert, parallel getrunken, weil dann kann man besser vergleichen..... ja , doch hier spricht die Fachfrau
Der Rosé wurde auf anhieb von allen Teilnehmern diese hochqualifiziert besetzten Seminars erkannt Nach viel Fachsimpelei haben wir uns dann zu einer noch recht christlichen Zeit von den Gastgebern verabschiedet und sind ins heimatliche Bettchen gefallen.

Diättechnisch gesehen ein vollkommen gelungner Abend Der heutige Tag steht dann auch voll und ganz im Zeichen der Schadensbegrenzung.



Anmerkungen zur Vorgeschichte, oder wie ich so schrecklich zunehmen konnte.

Hatte ich bereits erwähnt, dass ich, als ich mich entschloss, der mehr als figurfreundlichen Küche meiner Mutter endgültig Lebewohl zu sagen, selbst Wasser habe anbrennen lassen? Irgendwann, nach ein paar Jahren in diesem Land, in dem Esskultur gross geschrieben wird und selbst Kinder wissen wie man Bolognaise selber macht, entschloss ich mich dazu, meine mangelnden Kenntnisse zu erweitern. Immer nur nach Zeitung kochen war auch nicht unbedingt der Bringer, weil da stehen keine alltagstauglichen Gerichte drin und woher sollte ich denn wissen, wie man Bechamel oder Fond selber macht? Genau da waren doch die Defizite.
Dem Übel auf die Spur gekommen schrieb ich mich bei einer Abendschule ein, um......tätä: Koch zu werden. 3 Jahre hat es mich gekostet bis zum Diplom, zweitweise 2mal in der Woche. Abends, 4 Stunden. Hinterher immer schön aufessen was gekocht worden ist. Lecker!!!!! Nur leider vollkommen figurunfreundlich, logisch, der angehende Koch soll ja Restaurantküche können. Schule ala Escoffier, also brav mit guter Butter und Sahne und sowieso - konnte ich ja vorher schon, hat geschmeckt. Familie wollte auch und backen muß frau auch üben. Logisch, vollkommen sonnenklar. Pro Kurs, 2 im Semester, hat mir der Spass 1 Kilo auf die Hüften gezaubert. Und mir den Ruf eingebracht wirklich kochen zu können. Ja, stimmt, ganz unbescheiden geb ichs zu. Essenseinladungen zu uns sind begehrt, Freunde charten mich als Catering - vielleicht sollte ich mich in dem Bereich richtig selbständig machen?????
Wird verfolgt - später, wenn ich bereit bin, noch ein Detail aus meiner Zunehmkarriere in Worte zu fassen

1 Kommentar 1.10.08 12:04, kommentieren



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